In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben B. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.
Bankbürgschaft
Eine Bankbürgschaft ist die Zusage einer Bank, für die Verbindlichkeiten eines Kunden einzustehen, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Bankdarlehen
Ein Bankdarlehen ist ein Kredit, den ein Unternehmen oder eine Privatperson von einer Bank erhält und meist mit Zinsen zurückzahlen muss.
Bankkonto
Ein Bankkonto dient der Abwicklung von Zahlungsvorgängen. Unternehmen nutzen beispielsweise Girokonten für Überweisungen, Lastschriften und den Zahlungseingang.
Bankverbindung
Die Bankverbindung umfasst die Angaben, die für Zahlungen benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise der Name des Kreditinstituts, die IBAN und gegebenenfalls der BIC.
Barbestand
Der Barbestand bezeichnet den Betrag an Bargeld, der sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Kasse eines Unternehmens befindet.
Barzahlung
Bei einer Barzahlung wird eine Rechnung oder eine andere Forderung direkt mit Bargeld beglichen.
Basiszinssatz
Der Basiszinssatz ist ein gesetzlich festgelegter Zinssatz, der unter anderem für die Berechnung von Verzugszinsen verwendet wird.
Beitrag
Ein Beitrag ist eine Zahlung, die für eine bestimmte Leistung, Mitgliedschaft oder Absicherung entrichtet wird. Beispiele sind Versicherungsbeiträge und Sozialversicherungsbeiträge.
Beleg
Ein Beleg dokumentiert einen Geschäftsvorfall. Zu den wichtigsten Belegen gehören Rechnungen, Quittungen, Kontoauszüge und Kassenbons.
Belegpflicht
Die Belegpflicht beschreibt die Verpflichtung, Geschäftsvorfälle durch geeignete Unterlagen nachzuweisen und diese für die Buchführung aufzubewahren.
Belegschaft
Als Belegschaft wird die Gesamtheit der Beschäftigten eines Unternehmens oder einer Organisation bezeichnet.
Berechnung
Eine Berechnung ist die Ermittlung eines Wertes anhand bestimmter Daten und Rechenregeln. Im kaufmännischen Bereich spielen beispielsweise Kosten-, Preis- und Steuerberechnungen eine wichtige Rolle.
Bereitstellungszinsen
Bereitstellungszinsen fallen an, wenn ein zugesagter Kredit noch nicht vollständig ausgezahlt wurde, die Bank den Betrag aber bereits zur Verfügung hält.
Berichtswesen
Das Berichtswesen umfasst die regelmäßige Erstellung, Aufbereitung und Weitergabe betrieblicher Informationen. Es unterstützt die Unternehmensleitung bei Planung und Kontrolle.
Beschaffung
Beschaffung umfasst alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um ein Unternehmen mit Waren, Rohstoffen, Dienstleistungen oder Betriebsmitteln zu versorgen.
Beschaffungskosten
Beschaffungskosten sind alle Kosten, die beim Einkauf und bei der Bereitstellung von Waren oder Materialien entstehen. Dazu zählen beispielsweise Einkaufspreise, Transportkosten und Zölle.
Beschwerdemanagement
Das Beschwerdemanagement umfasst den systematischen Umgang mit Kundenbeschwerden. Ziel ist es, Probleme zu lösen, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und Fehler zu vermeiden.
Bestandsaufnahme
Bei einer Bestandsaufnahme werden vorhandene Vermögensgegenstände, Schulden und gegebenenfalls weitere Bestände eines Unternehmens erfasst und bewertet.
Bestandskonto
Ein Bestandskonto erfasst Veränderungen von Vermögens- oder Kapitalpositionen. Es wird am Jahresende über die Bilanz abgeschlossen.
Bestandsveränderung
Eine Bestandsveränderung entsteht, wenn sich die Menge oder der Wert der gelagerten fertigen oder unfertigen Erzeugnisse verändert.
Betrieb
Ein Betrieb ist eine organisatorische Einheit, in der Güter oder Dienstleistungen erstellt und angeboten werden.
Betriebsausgabe
Betriebsausgaben sind Aufwendungen, die durch den Betrieb eines Unternehmens veranlasst sind. Sie können den steuerlichen Gewinn mindern, sofern sie steuerlich abzugsfähig sind.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis zeigt, welches Ergebnis ein Unternehmen aus seiner gewöhnlichen betrieblichen Tätigkeit erzielt. Es berücksichtigt betriebliche Erträge und Aufwendungen.
Betriebskosten
Betriebskosten sind laufende Kosten, die beim Betrieb eines Unternehmens, einer Anlage oder einer Immobilie entstehen. Dazu gehören beispielsweise Strom, Wartung und Verwaltungskosten.
Betriebsrat
Der Betriebsrat ist eine gewählte Arbeitnehmervertretung in einem Unternehmen. Er nimmt die Interessen der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber wahr.
Betriebsvermögen
Zum Betriebsvermögen gehören alle Wirtschaftsgüter, die einem Unternehmen dienen. Dazu zählen beispielsweise Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude und Büroausstattung.
Betriebswirtschaftslehre
Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Entscheidungen und Abläufen in Unternehmen. Zu ihren Themen gehören unter anderem Finanzierung, Marketing, Personal und Controlling.
Bewertung
Die Bewertung ist die Ermittlung des Wertes eines Vermögensgegenstands, einer Schuld oder eines Geschäftsvorfalls. Sie spielt insbesondere bei der Bilanzierung eine wichtige Rolle.
Bewertungsgrundsätze
Bewertungsgrundsätze sind Regeln, nach denen Vermögensgegenstände und Schulden in der Buchführung und im Jahresabschluss bewertet werden.
Bilanz
Die Bilanz stellt das Vermögen eines Unternehmens den Finanzierungsmitteln gegenüber. Auf der Aktivseite wird das Vermögen ausgewiesen, auf der Passivseite das Eigen- und Fremdkapital.
Bilanzanalyse
Bei einer Bilanzanalyse werden die Zahlen eines Jahresabschlusses untersucht. Ziel ist es, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu beurteilen.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist der Gesamtbetrag der Aktivseite beziehungsweise der Passivseite einer Bilanz. Beide Seiten müssen immer gleich hoch sein.
Bilanzverlust
Ein Bilanzverlust entsteht, wenn die Verluste eines Unternehmens die vorhandenen Gewinn- und Kapitalrücklagen übersteigen und dadurch das Eigenkapital belastet wird.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn ist der Betrag, der nach Berücksichtigung des Jahresergebnisses sowie bestimmter Gewinn- und Verlustvorträge zur Verwendung zur Verfügung steht.
Bonität
Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens. Sie gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllt werden.
Bonus
Ein Bonus ist eine zusätzliche Zahlung oder Vergünstigung. Im Unternehmen kann er beispielsweise als Leistungsbonus, Verkaufsbonus oder Kundenbonus gewährt werden.
Bonuszahlung
Eine Bonuszahlung ist eine zusätzliche Vergütung, die meist an bestimmte Leistungen, Umsätze oder Zielerreichungen geknüpft ist.
Börse
Eine Börse ist ein organisierter Marktplatz, an dem bestimmte Waren, Wertpapiere oder Finanzinstrumente nach festgelegten Regeln gehandelt werden.
Branche
Eine Branche umfasst Unternehmen, die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten oder in einem vergleichbaren Wirtschaftszweig tätig sind.
Break-even-Point
Der Break-even-Point ist der Punkt, an dem Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind. Ab diesem Punkt erzielt ein Unternehmen rechnerisch einen Gewinn.
Briefing
Ein Briefing ist eine kurze Zusammenfassung wichtiger Informationen, Ziele und Aufgaben. Es dient beispielsweise zur Vorbereitung von Projekten, Besprechungen oder Marketingmaßnahmen.
Bruttogehalt
Das Bruttogehalt ist das Gehalt vor dem Abzug von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und weiteren Abgaben.
Bruttogewinn
Der Bruttogewinn ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der direkt zurechenbaren Kosten, beispielsweise der Wareneinsatzkosten.
Bruttolohn
Der Bruttolohn bezeichnet das Arbeitsentgelt vor Abzug von Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und weiteren Abgaben.
Bruttoumsatz
Der Bruttoumsatz umfasst die gesamten Verkaufserlöse einschließlich der enthaltenen Umsatzsteuer, sofern diese gesondert ausgewiesen wird.
Buchführung
Die Buchführung erfasst und dokumentiert alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens. Sie bildet die Grundlage für den Jahresabschluss und die steuerliche Gewinnermittlung.
Buchhaltung
Die Buchhaltung ist der organisatorische Bereich eines Unternehmens, der sich mit der Erfassung, Prüfung und Verarbeitung von Geschäftsvorfällen beschäftigt.
Buchung
Eine Buchung ist die systematische Erfassung eines Geschäftsvorfalls auf mindestens zwei Konten. Grundlage ist der jeweilige Beleg.
Buchungssatz
Der Buchungssatz legt fest, welches Konto im Soll und welches Konto im Haben angesprochen wird. Er beschreibt damit die doppelte Buchführung eines Geschäftsvorfalls.
Bürgschaft
Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich eine Person oder ein Unternehmen, für die Schulden eines anderen einzustehen, wenn dieser seine Verpflichtungen nicht erfüllt.
Businessplan
Ein Businessplan beschreibt die Geschäftsidee, die Ziele, die Strategie und die wirtschaftliche Planung eines Unternehmens oder einer Unternehmensgründung.
Business-to-Business
Business-to-Business, kurz B2B, bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise der Verkauf von Waren, Dienstleistungen oder Software an andere Unternehmen.
Business-to-Consumer
Business-to-Consumer, kurz B2C, beschreibt Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und privaten Endkunden.
Budget
Ein Budget ist ein geplanter finanzieller Rahmen für einen bestimmten Zeitraum. Es legt fest, welche Einnahmen, Ausgaben oder Investitionen vorgesehen sind.
Budgetierung
Die Budgetierung umfasst die Planung, Aufteilung und Kontrolle finanzieller Mittel. Sie dient dazu, Ressourcen gezielt einzusetzen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Budgetüberschreitung
Eine Budgetüberschreitung liegt vor, wenn die tatsächlichen Ausgaben höher sind als die ursprünglich geplanten finanziellen Mittel.
Bundesanzeiger
Der Bundesanzeiger ist ein amtliches Veröffentlichungsmedium der Bundesrepublik Deutschland. Unternehmen müssen dort unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Jahresabschlüsse oder Unternehmensmeldungen veröffentlichen.
Branchenkennzahlen
Branchenkennzahlen sind wirtschaftliche Vergleichswerte, mit denen die Leistung eines Unternehmens innerhalb seiner Branche beurteilt werden kann.
Branchenanalyse
Eine Branchenanalyse untersucht die wirtschaftlichen Bedingungen, Wettbewerber, Entwicklungen und Chancen eines bestimmten Wirtschaftszweigs.
