In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben D. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.
Darlehen
Ein Darlehen ist ein Geldbetrag, der einem Unternehmen oder einer Privatperson für einen bestimmten Zeitraum überlassen wird. Dafür fallen in der Regel Zinsen und Rückzahlungsverpflichtungen an.
Darlehensvertrag
Ein Darlehensvertrag regelt die Überlassung eines Geldbetrags sowie die Bedingungen für Zinsen, Laufzeit, Rückzahlung und gegebenenfalls Sicherheiten.
Datenanalyse
Die Datenanalyse umfasst die systematische Untersuchung von Daten. Unternehmen nutzen sie beispielsweise zur Auswertung von Umsätzen, Kosten, Kundenverhalten und Geschäftsprozessen.
Datenbank
Eine Datenbank ist ein elektronisches System zur strukturierten Speicherung, Verwaltung und Verarbeitung von Informationen.
Debet
Debet bezeichnet im Bankwesen und in der Buchhaltung die Sollseite eines Kontos. Ein Betrag im Debet steht einem Habenbetrag gegenüber.
Debitor
Ein Debitor ist ein Kunde oder Geschäftspartner, der einem Unternehmen Geld schuldet. Die Forderungen gegenüber Debitoren werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst.
Debitorenbuchhaltung
Die Debitorenbuchhaltung verwaltet die Forderungen eines Unternehmens gegenüber Kunden. Zu ihren Aufgaben gehören Rechnungsstellung, Zahlungskontrolle und Mahnwesen.
Debitorenlaufzeit
Die Debitorenlaufzeit gibt an, wie lange Kunden durchschnittlich benötigen, um ihre Rechnungen zu bezahlen.
Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der variablen Kosten. Er zeigt, welcher Betrag zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung eines Gewinns beiträgt.
Deckungsbeitragsrechnung
Die Deckungsbeitragsrechnung untersucht, welchen Beitrag einzelne Produkte, Dienstleistungen oder Aufträge zur Deckung der Fixkosten und zum Unternehmensergebnis leisten.
Deckungsgrad
Der Deckungsgrad beschreibt das Verhältnis bestimmter Finanzierungs- oder Vermögensgrößen zueinander. Beispielsweise zeigt der Anlagendeckungsgrad, wie stark das Anlagevermögen durch Eigen- und langfristiges Kapital finanziert ist.
Deflation
Deflation bezeichnet einen allgemeinen Rückgang des Preisniveaus. Dadurch steigt die Kaufkraft des Geldes, während Unternehmen häufig mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen konfrontiert sind.
Delegation
Delegation bedeutet, Aufgaben, Kompetenzen oder Verantwortlichkeiten an andere Personen zu übertragen. Die Gesamtverantwortung verbleibt dabei häufig bei der übertragenden Führungskraft.
Demografie
Demografie beschäftigt sich mit der Entwicklung und Struktur der Bevölkerung. Für Unternehmen sind beispielsweise Altersstruktur, Bevölkerungsentwicklung und Fachkräfteangebot von Bedeutung.
Demografischer Wandel
Der demografische Wandel beschreibt langfristige Veränderungen der Bevölkerungsstruktur. Er beeinflusst unter anderem Arbeitsmarkt, Personalplanung, Absatzmärkte und Rentenfinanzierung.
Depot
Ein Depot ist ein Konto zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Fondsanteilen.
Derivat
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem anderen Basiswert abhängt. Basiswerte können beispielsweise Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Zinssätze sein.
Design
Design bezeichnet die Gestaltung eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines visuellen Erscheinungsbilds. Im Unternehmen kann es zur Markenbildung und Differenzierung beitragen.
Devisen
Devisen sind Forderungen in ausländischer Währung, die im internationalen Zahlungsverkehr verwendet werden können.
Devisenkurs
Der Devisenkurs gibt an, zu welchem Verhältnis eine Währung in eine andere Währung umgerechnet wird.
Digitalisierung
Digitalisierung bezeichnet die Umwandlung analoger Informationen und Prozesse in digitale Formen. Im Unternehmen umfasst sie beispielsweise digitale Rechnungen, automatisierte Abläufe und elektronische Kundenverwaltung.
Direktbank
Eine Direktbank bietet Bankdienstleistungen überwiegend über digitale Kanäle wie Internet oder Telefon an und unterhält meist kein klassisches Filialnetz.
Direktkosten
Direktkosten sind Kosten, die einem bestimmten Produkt, Auftrag oder Projekt unmittelbar zugeordnet werden können. Beispiele sind Materialkosten und bestimmte Fertigungslöhne.
Direktmarketing
Direktmarketing richtet sich unmittelbar an ausgewählte Kunden oder Zielgruppen. Dazu gehören beispielsweise personalisierte E-Mails, Postsendungen und Telefonmarketing.
Direktvertrieb
Beim Direktvertrieb verkauft ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen ohne zwischengeschaltete Handelsstufe direkt an Kunden.
Diskont
Diskont bezeichnet einen Preis- oder Zinsabschlag. Im Finanzwesen kann damit beispielsweise der Abschlag beim Ankauf eines Wechsels gemeint sein.
Diskontkredit
Ein Diskontkredit ist ein Kredit, bei dem eine Bank einen Wechsel vor dessen Fälligkeit ankauft und den entsprechenden Betrag abzüglich eines Diskonts auszahlt.
Diskontsatz
Der Diskontsatz ist ein Zinssatz, der bei bestimmten Kredit- oder Wechselgeschäften als Grundlage für den Zinsabschlag dient.
Dispo
Ein Dispo, kurz für Dispositionskredit, ist ein vereinbarter Überziehungsrahmen auf einem Girokonto. Er ermöglicht kurzfristige Liquidität, ist aber meist vergleichsweise teuer.
Disposition
Disposition bezeichnet die Planung und Steuerung des Einsatzes von Waren, Materialien, Personal oder finanziellen Mitteln.
Dispositionskredit
Ein Dispositionskredit ist ein kurzfristiger Kreditrahmen, den eine Bank auf einem Girokonto einräumt. Das Konto kann bis zu einer vereinbarten Grenze überzogen werden.
Distributionspolitik
Die Distributionspolitik umfasst alle Entscheidungen darüber, wie Produkte oder Dienstleistungen vom Anbieter zum Kunden gelangen. Dazu gehören Vertriebswege, Lagerung und Logistik.
Diversifikation
Diversifikation bezeichnet die Ausweitung eines Unternehmens auf neue Produkte, Dienstleistungen, Märkte oder Geschäftsbereiche. Sie kann dazu beitragen, Risiken zu verteilen.
Dividende
Eine Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Höhe wird grundsätzlich durch die zuständigen Gesellschaftsorgane beschlossen.
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite zeigt das Verhältnis der Dividende zum aktuellen Aktienkurs. Sie wird häufig zur Bewertung von Aktienanlagen verwendet.
Dokumentation
Dokumentation bezeichnet die geordnete Sammlung und Aufzeichnung von Informationen, Abläufen, Entscheidungen oder Geschäftsvorfällen.
Domain
Eine Domain ist die eindeutige Internetadresse einer Website. Unternehmen nutzen Domains unter anderem für ihren Webauftritt und ihre geschäftliche E-Mail-Kommunikation.
Doppelbesteuerung
Eine Doppelbesteuerung liegt vor, wenn derselbe Steuergegenstand unter bestimmten Voraussetzungen mehrfach besteuert wird, beispielsweise in zwei Staaten.
Doppelte Buchführung
Die doppelte Buchführung erfasst jeden Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten. Eine Buchung erfolgt dabei im Soll und im Haben.
Doppelter Eintrag
Der doppelte Eintrag ist ein Grundprinzip der doppelten Buchführung. Jeder Geschäftsvorfall wird mit gleichem Betrag auf mindestens einem Soll- und einem Habenkonto erfasst.
Drittanbieter
Ein Drittanbieter ist ein Unternehmen oder Dienstleister, der Leistungen für andere Unternehmen oder deren Kunden bereitstellt, ohne selbst der ursprüngliche Anbieter des Hauptprodukts zu sein.
Due Diligence
Due Diligence bezeichnet eine sorgfältige Prüfung eines Unternehmens oder Geschäfts vor einer wichtigen Entscheidung, beispielsweise vor einem Unternehmenskauf, einer Beteiligung oder einer Finanzierung.
Durchlaufender Posten
Ein durchlaufender Posten ist ein Betrag, den ein Unternehmen im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmt oder verauslagt. Er gehört normalerweise nicht zu den eigenen Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben.
Durchschnittskosten
Durchschnittskosten ergeben sich, indem die Gesamtkosten durch die produzierte oder verkaufte Menge geteilt werden.
Durchschnittspreis
Der Durchschnittspreis ist der rechnerische Mittelwert mehrerer Preise. Er wird beispielsweise bei der Bewertung von Warenbeständen oder bei der Preisanalyse verwendet.
Durchschnittsbestand
Der Durchschnittsbestand bezeichnet den durchschnittlichen Bestand an Waren, Materialien oder anderen Vermögensgegenständen innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Durchschnittslohn
Der Durchschnittslohn ist das durchschnittliche Arbeitsentgelt einer bestimmten Beschäftigtengruppe oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Dynamische Investitionsrechnung
Die dynamische Investitionsrechnung berücksichtigt bei der Bewertung von Investitionen den zeitlichen Wert des Geldes. Zu den Verfahren gehören Kapitalwertmethode, interner Zinsfuß und Annuitätenmethode.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Der dynamische Verschuldungsgrad setzt die Nettoverschuldung eines Unternehmens ins Verhältnis zum Cashflow. Er zeigt, wie viele Jahre theoretisch zur Rückzahlung der Schulden benötigt würden.
