In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben E. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.
EBIT
EBIT steht für „Earnings Before Interest and Taxes“ und bezeichnet das Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern. Die Kennzahl ermöglicht den Vergleich der operativen Ertragskraft verschiedener Unternehmen.
EBITDA
EBITDA steht für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“. Die Kennzahl beschreibt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.
Effektiver Jahreszins
Der effektive Jahreszins gibt die tatsächlichen jährlichen Kosten eines Kredits an. Neben dem Nominalzins können darin weitere preisbestimmende Kosten enthalten sein.
Effektivität
Effektivität beschreibt, in welchem Maß ein Ziel erreicht wird. Eine Maßnahme ist effektiv, wenn sie zur Erreichung des gewünschten Ergebnisses beiträgt.
Effizienz
Effizienz bezeichnet das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und erzieltem Ergebnis. Ein Prozess ist effizient, wenn ein Ziel mit möglichst geringem Aufwand erreicht wird.
E-Geld
E-Geld, auch elektronisches Geld genannt, ist ein elektronisch gespeicherter Geldwert, der für Zahlungen verwendet werden kann.
Eigenbedarf
Eigenbedarf bezeichnet die Verwendung von Waren, Leistungen oder Ressourcen für eigene betriebliche Zwecke anstelle des Verkaufs oder der Weitergabe an Kunden.
Eigenkapital
Eigenkapital ist der Teil des Kapitals, der einem Unternehmen von den Eigentümern zur Verfügung gestellt wird oder durch einbehaltene Gewinne entstanden ist. Es steht dem Fremdkapital gegenüber.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote zeigt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens. Sie ist eine wichtige Kennzahl für die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit.
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität misst, wie hoch die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist. Sie wird meist als Verhältnis von Jahresüberschuss zu Eigenkapital berechnet.
Eigenleistung
Eine Eigenleistung ist eine Leistung, die ein Unternehmen oder eine Person selbst erbringt, anstatt sie bei einem externen Dienstleister einzukaufen.
Eigenverbrauch
Eigenverbrauch liegt vor, wenn Waren oder Leistungen aus dem Unternehmen für private oder unternehmensfremde Zwecke verwendet werden.
Eigenwirtschaftlichkeit
Eigenwirtschaftlichkeit bedeutet, dass eine Organisation ihre Aufgaben überwiegend durch selbst erwirtschaftete Einnahmen finanziert.
Einfuhr
Die Einfuhr bezeichnet das Verbringen von Waren oder Dienstleistungen aus einem anderen Land in das eigene Wirtschaftsgebiet.
Einfuhrabgaben
Einfuhrabgaben sind Abgaben, die beim Import von Waren entstehen können. Dazu gehören beispielsweise Zölle, Einfuhrumsatzsteuer und bestimmte Verbrauchsteuern.
Einkauf
Der Einkauf umfasst alle Tätigkeiten, die mit der Beschaffung von Waren, Materialien, Dienstleistungen und Betriebsmitteln verbunden sind.
Einkaufspreis
Der Einkaufspreis ist der Preis, den ein Unternehmen für Waren, Materialien oder Dienstleistungen bezahlt. Je nach Berechnung können zusätzliche Beschaffungskosten berücksichtigt werden.
Einkaufsbedingungen
Einkaufsbedingungen regeln die Bedingungen, zu denen ein Unternehmen Waren oder Leistungen von einem Lieferanten bezieht. Dazu gehören beispielsweise Preise, Lieferzeiten, Zahlungsziele und Gewährleistung.
Einkaufsrechnung
Eine Einkaufsrechnung ist eine Rechnung, die ein Unternehmen von einem Lieferanten für bezogene Waren oder Dienstleistungen erhält.
Einlage
Eine Einlage ist die Zuführung von Vermögenswerten durch den Unternehmer oder die Gesellschafter in das Unternehmen. Sie erhöht grundsätzlich das Eigenkapital.
Einlagenkonto
Ein Einlagenkonto erfasst die Einlagen eines Unternehmers oder Gesellschafters sowie gegebenenfalls Entnahmen und weitere Veränderungen.
Einmalaufwand
Ein Einmalaufwand ist ein Aufwand, der nur einmal oder nur selten anfällt und nicht zum regelmäßigen betrieblichen Geschäft gehört.
Einnahme
Eine Einnahme liegt vor, wenn das Geldvermögen eines Unternehmens durch einen Zahlungseingang oder eine andere Erhöhung zunimmt.
Einnahmenüberschussrechnung
Die Einnahmenüberschussrechnung, kurz EÜR, ist eine vereinfachte Methode zur Gewinnermittlung. Dabei werden Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenübergestellt.
Einstandspreis
Der Einstandspreis umfasst den Preis, den ein Unternehmen für den Erwerb einer Ware tatsächlich aufwendet. Neben dem Einkaufspreis können beispielsweise Transport- und Zollkosten enthalten sein.
Einzelabschluss
Ein Einzelabschluss ist der Jahresabschluss eines einzelnen Unternehmens. Er wird unabhängig von möglichen Konzernabschlüssen erstellt.
Einzelkosten
Einzelkosten sind Kosten, die einem bestimmten Produkt, Auftrag oder Projekt direkt zugeordnet werden können.
Einzelunternehmen
Ein Einzelunternehmen wird von einer einzelnen Person geführt. Der Inhaber trägt grundsätzlich die unternehmerische Verantwortung und haftet je nach rechtlicher Ausgestaltung persönlich.
Einzelhandel
Einzelhandel bezeichnet den Verkauf von Waren an private Endverbraucher. Der Verkauf erfolgt häufig in Geschäften, aber auch über Onlineshops.
Einzelwertberichtigung
Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen, wenn bei einer bestimmten Forderung ein konkretes Ausfallrisiko besteht. Dadurch wird der erwartete Wert der Forderung angepasst.
Einzelvollmacht
Eine Einzelvollmacht berechtigt eine Person dazu, ein bestimmtes Rechtsgeschäft oder eine genau bezeichnete Handlung im Namen einer anderen Person oder eines Unternehmens vorzunehmen.
Elektronische Rechnung
Eine elektronische Rechnung ist eine Rechnung, die elektronisch ausgestellt, übermittelt und empfangen wird. Für ihre steuerliche Anerkennung müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein.
Elektronischer Geschäftsverkehr
Der elektronische Geschäftsverkehr umfasst geschäftliche Vorgänge, die über digitale Kommunikations- und Vertriebskanäle abgewickelt werden.
Embargo
Ein Embargo ist ein staatlich angeordnetes Verbot oder eine Beschränkung des Handels mit bestimmten Ländern, Organisationen oder Personen.
Emittent
Ein Emittent ist ein Unternehmen, eine Bank oder eine andere Institution, die Wertpapiere oder Finanzinstrumente ausgibt.
Emission
Eine Emission ist die Ausgabe von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten. Unternehmen können dadurch beispielsweise neues Kapital aufnehmen.
Endbestand
Der Endbestand ist der Bestand an Waren, Materialien, Zahlungsmitteln oder anderen Vermögenswerten am Ende eines bestimmten Zeitraums.
Endverbraucher
Ein Endverbraucher ist eine Person, die ein Produkt oder eine Dienstleistung für den eigenen Bedarf erwirbt und nicht gewerblich weiterverkauft.
Entgelt
Entgelt ist die Gegenleistung für eine erbrachte Arbeit, Lieferung oder Dienstleistung. Dazu gehören beispielsweise Löhne, Gehälter, Honorare und Verkaufspreise.
Entgeltabrechnung
Die Entgeltabrechnung umfasst die Berechnung und Dokumentation von Löhnen und Gehältern. Dabei werden unter anderem Steuern, Sozialabgaben und Auszahlungsbeträge berücksichtigt.
Entnahme
Eine Entnahme liegt vor, wenn der Unternehmer oder ein Gesellschafter Vermögenswerte oder Geld aus dem Unternehmen für private Zwecke verwendet.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten entstehen bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Je nach Art und Voraussetzungen können sie bilanziell unterschiedlich behandelt werden.
Erfolg
Der Erfolg eines Unternehmens ergibt sich aus dem Verhältnis von Erträgen und Aufwendungen. Ein positiver Erfolg wird als Gewinn, ein negativer Erfolg als Verlust bezeichnet.
Erfolgskonto
Ein Erfolgskonto erfasst Aufwendungen oder Erträge einer bestimmten Periode. Am Jahresende wird es über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen.
Erfolgsrechnung
Die Erfolgsrechnung stellt die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens gegenüber. Sie zeigt, ob innerhalb eines Zeitraums ein Gewinn oder Verlust entstanden ist.
Erfüllungsgehilfe
Ein Erfüllungsgehilfe ist eine Person, die ein Unternehmen oder eine andere Person zur Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung einsetzt.
Eröffnungsbilanz
Die Eröffnungsbilanz stellt die Vermögens- und Kapitalverhältnisse eines Unternehmens zu Beginn eines Geschäftsjahres oder bei einer Unternehmensgründung dar.
Eröffnungsbuchung
Die Eröffnungsbuchung überträgt die Bestände aus der Eröffnungsbilanz auf die entsprechenden Bestandskonten der Buchführung.
Ertrag
Ein Ertrag ist eine Wertmehrung des Unternehmensvermögens innerhalb einer bestimmten Periode. Er kann beispielsweise durch Verkäufe, Zinserträge oder andere Leistungen entstehen.
Ertragslage
Die Ertragslage beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften. Sie wird unter anderem anhand von Umsatz, Kosten und Ergebnis beurteilt.
Ertragswert
Der Ertragswert ist der Wert eines Unternehmens oder Vermögensgegenstands, der sich aus den künftig erwarteten Erträgen ableitet.
Erwerb
Erwerb bezeichnet den Kauf oder die sonstige rechtliche Erlangung eines Vermögensgegenstands, eines Unternehmens oder eines Rechts.
Erwerbsteuer
Eine Erwerbsteuer ist eine Steuer, die an den Erwerb bestimmter Vermögensgegenstände oder Rechte anknüpft. Ein Beispiel ist die Grunderwerbsteuer beim Kauf eines Grundstücks.
Eventualverbindlichkeit
Eine Eventualverbindlichkeit ist eine mögliche Verpflichtung, deren tatsächliches Entstehen oder deren Höhe noch ungewiss ist. Sie kann beispielsweise aus Bürgschaften entstehen.
Export
Export bezeichnet die Ausfuhr von Waren oder Dienstleistungen in ein anderes Land.
Exportfinanzierung
Die Exportfinanzierung umfasst Finanzierungsmaßnahmen, die Unternehmen bei der Abwicklung internationaler Geschäfte unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Exportkredite und Zahlungsabsicherungen.
Exportquote
Die Exportquote zeigt den Anteil des Umsatzes, der durch Verkäufe ins Ausland erzielt wird. Sie wird häufig als Verhältnis von Exportumsatz zum Gesamtumsatz berechnet.
Exportkontrolle
Die Exportkontrolle umfasst die Prüfung und Überwachung von Ausfuhren. Dabei wird unter anderem kontrolliert, ob Waren, Technologien oder Dienstleistungen gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.
Externe Kosten
Externe Kosten sind Kosten, die durch wirtschaftliche Aktivitäten entstehen, aber nicht vom Verursacher selbst getragen werden. Beispiele sind Umweltbelastungen oder bestimmte Folgekosten.
Externes Rechnungswesen
Das externe Rechnungswesen erfasst und dokumentiert Geschäftsvorfälle für externe Adressaten wie Finanzbehörden, Banken, Investoren und Geschäftspartner.
Externe Finanzierung
Externe Finanzierung bezeichnet die Beschaffung von Kapital außerhalb des Unternehmens. Dazu gehören beispielsweise Bankkredite, Beteiligungskapital und Anleihen.
Executive Summary
Eine Executive Summary ist eine kurze Zusammenfassung eines umfangreicheren Dokuments, beispielsweise eines Businessplans, Geschäftsberichts oder Projektreports.
