In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben F. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.

Factoring

Factoring bezeichnet den Verkauf von Forderungen an ein spezialisiertes Finanzierungsunternehmen. Das Unternehmen erhält dadurch schneller Liquidität und kann je nach Vertragsmodell das Ausfallrisiko übertragen.

Fakturierung

Fakturierung ist die Erstellung und Bearbeitung von Rechnungen. Dazu gehören unter anderem die Ermittlung des Rechnungsbetrags, die Angabe der Zahlungsbedingungen und der Versand an den Kunden.

Fälligkeit

Die Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine Forderung bezahlt werden muss oder eine andere vertragliche Verpflichtung zu erfüllen ist.

Fälligkeitsdatum

Das Fälligkeitsdatum ist das konkrete Datum, an dem eine Zahlung oder Leistung spätestens erbracht werden muss.

Fahrtenbuch

Ein Fahrtenbuch dokumentiert die Nutzung eines betrieblichen oder dienstlich eingesetzten Fahrzeugs. Es kann beispielsweise für steuerliche Zwecke oder zur Abrechnung von Dienstfahrten erforderlich sein.

Fahrtkosten

Fahrtkosten entstehen durch beruflich oder betrieblich veranlasste Fahrten. Dazu gehören beispielsweise Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Kilometerpauschalen, Parkgebühren und Maut.

Fahrzeugkosten

Fahrzeugkosten umfassen sämtliche Aufwendungen für ein betrieblich genutztes Fahrzeug. Dazu zählen unter anderem Kraftstoff, Versicherung, Wartung, Reparaturen und Abschreibungen.

Faktur

Faktur ist eine ältere oder verkürzte Bezeichnung für eine Rechnung beziehungsweise für die Abrechnung einer Lieferung oder Leistung.

Finanzamt

Das Finanzamt ist eine staatliche Behörde, die für die Festsetzung und Erhebung bestimmter Steuern zuständig ist. Unternehmen stehen mit dem Finanzamt beispielsweise bei Umsatzsteuer, Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer in Kontakt.

Finanzbuchhaltung

Die Finanzbuchhaltung erfasst alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens, die sich auf Vermögen, Kapital, Aufwendungen und Erträge auswirken. Sie bildet die Grundlage für den Jahresabschluss.

Finanzierung

Finanzierung bezeichnet die Beschaffung von Kapital zur Gründung, Aufrechterhaltung oder Erweiterung eines Unternehmens. Unterschieden wird unter anderem zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung.

Finanzierungsplan

Ein Finanzierungsplan zeigt, wie der Kapitalbedarf eines Unternehmens oder Projekts gedeckt werden soll. Er stellt geplante Ausgaben den verfügbaren Finanzierungsquellen gegenüber.

Finanzierungsbedarf

Der Finanzierungsbedarf beschreibt die Geldmittel, die zur Durchführung einer Investition, zur Deckung laufender Kosten oder zur Sicherstellung der Liquidität benötigt werden.

Finanzierungsinstrument

Ein Finanzierungsinstrument ist ein Mittel zur Beschaffung oder Bereitstellung von Kapital. Beispiele sind Kredite, Anleihen, Leasing und Beteiligungen.

Finanzierungsrisiko

Das Finanzierungsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Unternehmen benötigtes Kapital nicht oder nur zu ungünstigen Bedingungen beschaffen kann.

Finanzierungsstruktur

Die Finanzierungsstruktur zeigt, aus welchen Quellen das Kapital eines Unternehmens stammt. Dazu gehören beispielsweise Eigenkapital, Bankdarlehen und Lieferantenkredite.

Finanzlage

Die Finanzlage beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Dabei spielen Liquidität, Kapitalstruktur und Verschuldung eine wichtige Rolle.

Finanzplanung

Die Finanzplanung umfasst die vorausschauende Planung von Einnahmen, Ausgaben, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. Sie dient dazu, Zahlungsfähigkeit und Kapitalbedarf frühzeitig zu erkennen.

Finanzreserve

Eine Finanzreserve ist ein zurückgelegter Geldbetrag, der zur Deckung unerwarteter Ausgaben oder finanzieller Engpässe dient.

Finanztransaktion

Eine Finanztransaktion ist ein Vorgang, bei dem Geld, Forderungen, Wertpapiere oder andere Finanzinstrumente übertragen werden.

Finanzverwaltung

Die Finanzverwaltung umfasst staatliche Behörden und Einrichtungen, die für die Verwaltung, Festsetzung und Erhebung öffentlicher Einnahmen zuständig sind.

Finanzwirtschaft

Die Finanzwirtschaft beschäftigt sich mit der Beschaffung, Verwaltung und Verwendung finanzieller Mittel in Unternehmen und anderen Organisationen.

Firma

Die Firma ist der rechtlich geführte Name eines Kaufmanns oder eines Unternehmens, unter dem es Geschäfte betreibt und Verträge abschließt.

Firmenbuch

Das Firmenbuch ist ein öffentliches Register, in dem bestimmte rechtlich relevante Informationen über Unternehmen eingetragen werden. In Deutschland wird dafür überwiegend der Begriff Handelsregister verwendet.

Fixkosten

Fixkosten sind Kosten, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums unabhängig von der produzierten oder verkauften Menge weitgehend gleich bleiben. Beispiele sind Mieten, Versicherungen und bestimmte Gehälter.

Fixkostendegression

Fixkostendegression bezeichnet die Senkung der Fixkosten je Stück, wenn die Produktions- oder Absatzmenge steigt und sich die Gesamtkosten auf mehr Einheiten verteilen.

Forderung

Eine Forderung ist der Anspruch eines Unternehmens oder einer Person auf eine Zahlung oder eine andere Leistung. Im Geschäftsverkehr entstehen Forderungen häufig durch Lieferungen und Dienstleistungen auf Rechnung.

Forderungsabtretung

Bei einer Forderungsabtretung überträgt der bisherige Gläubiger eine Forderung auf einen anderen Gläubiger. Die Abtretung wird auch Zession genannt.

Forderungsausfall

Ein Forderungsausfall liegt vor, wenn eine Forderung ganz oder teilweise nicht bezahlt wird und der Gläubiger den Betrag voraussichtlich nicht mehr einziehen kann.

Forderungsbewertung

Die Forderungsbewertung umfasst die Prüfung und Ermittlung des Wertes offener Forderungen. Dabei werden insbesondere mögliche Ausfallrisiken berücksichtigt.

Forderungsmanagement

Forderungsmanagement umfasst alle Maßnahmen zur Verwaltung, Überwachung und Durchsetzung offener Forderungen. Dazu gehören Rechnungsstellung, Zahlungskontrolle, Mahnwesen und gegebenenfalls Inkasso.

Forderungslaufzeit

Die Forderungslaufzeit beschreibt den Zeitraum zwischen der Rechnungsstellung und dem tatsächlichen Zahlungseingang eines Kunden.

Forderungsquote

Die Forderungsquote zeigt das Verhältnis der Forderungen zu einer Bezugsgröße, beispielsweise zum Umsatz oder zur Bilanzsumme.

Forderungsverlust

Ein Forderungsverlust entsteht, wenn eine offene Forderung nicht oder nicht vollständig beglichen wird und der verbleibende Betrag als Verlust erfasst werden muss.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen bei der Suche nach neuen Erkenntnissen sowie bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen.

Frachtkosten

Frachtkosten sind Kosten für den Transport von Waren. Sie können beispielsweise durch Speditionen, Paketdienste oder andere Transportunternehmen entstehen.

Franchise

Franchise bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein selbstständiger Unternehmer ein bestehendes Geschäftskonzept, eine Marke oder bestimmte Leistungen gegen Gebühren nutzen darf.

Franchisegeber

Der Franchisegeber stellt dem Franchisenehmer unter anderem das Geschäftskonzept, die Marke, Know-how und häufig auch Marketingunterstützung zur Verfügung.

Franchisenehmer

Der Franchisenehmer führt ein eigenes Unternehmen auf Grundlage des Geschäftskonzepts und der Vorgaben des Franchisegebers.

Fremdkapital

Fremdkapital umfasst die Mittel, die einem Unternehmen von externen Kapitalgebern überlassen werden. Dazu gehören beispielsweise Bankkredite, Anleihen und Lieferantenverbindlichkeiten.

Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung bezeichnet die Finanzierung eines Unternehmens durch Kapital, das von außen zur Verfügung gestellt und in der Regel zurückgezahlt werden muss.

Fremdwährung

Eine Fremdwährung ist eine Währung, die nicht die inländische Währung eines Unternehmens oder Landes ist.

Fremdwährungskonto

Ein Fremdwährungskonto ist ein Bankkonto, das in einer ausländischen Währung geführt wird. Es kann beispielsweise für internationale Zahlungen genutzt werden.

Frist

Eine Frist ist ein festgelegter Zeitraum, innerhalb dessen eine Handlung vorgenommen oder eine Zahlung geleistet werden muss.

Fristverlängerung

Eine Fristverlängerung ist die Vereinbarung oder Gewährung eines späteren Zeitpunkts zur Erfüllung einer Verpflichtung.

Frühzahlerrabatt

Ein Frühzahlerrabatt ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn der Kunde eine Rechnung besonders früh bezahlt.

Funktionalorganisation

Bei einer Funktionalorganisation wird ein Unternehmen nach betrieblichen Funktionen wie Einkauf, Produktion, Vertrieb, Personal und Finanzen gegliedert.

Fusion

Eine Fusion ist der Zusammenschluss zweier oder mehrerer Unternehmen zu einer wirtschaftlichen oder rechtlichen Einheit.

Fusionskontrolle

Die Fusionskontrolle prüft, ob ein Unternehmenszusammenschluss den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen könnte. In Deutschland ist dafür unter bestimmten Voraussetzungen das Bundeskartellamt zuständig.

Führungskennzahlen

Führungskennzahlen sind betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die der Unternehmensleitung bei Planung, Steuerung und Kontrolle helfen.

Führungsstil

Der Führungsstil beschreibt die Art und Weise, wie eine Führungskraft Mitarbeitende führt, Entscheidungen trifft und Aufgaben delegiert.

Full-Service

Full-Service bezeichnet ein Leistungsangebot, bei dem ein Anbieter möglichst viele oder alle Leistungen rund um ein Produkt oder Projekt übernimmt.

Funktionskosten

Funktionskosten sind Kosten, die bestimmten betrieblichen Funktionen wie Beschaffung, Produktion, Verwaltung oder Vertrieb zugeordnet werden.

Future

Ein Future ist ein standardisierter Terminkontrakt, bei dem sich die Vertragsparteien verpflichten, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis und Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.

Fällige Verbindlichkeiten

Fällige Verbindlichkeiten sind Schulden, deren vereinbarter Zahlungstermin bereits erreicht ist und die daher beglichen werden müssen.