In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben G. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.

Gage

Eine Gage ist eine Vergütung, die beispielsweise Künstler, Schauspieler, Musiker oder freie Auftragnehmer für eine erbrachte Leistung erhalten.

Garantie

Eine Garantie ist eine freiwillige Zusage, mit der ein Hersteller oder Verkäufer für die Beschaffenheit, Funktionsfähigkeit oder Haltbarkeit eines Produkts einsteht.

Garantievertrag

Ein Garantievertrag regelt die Verpflichtung des Garantiegebers, unter bestimmten Voraussetzungen für einen Schaden, eine Leistung oder eine bestimmte Eigenschaft einzustehen.

Geldanlage

Eine Geldanlage ist die Investition von Geld mit dem Ziel, Vermögen zu erhalten, Erträge zu erzielen oder langfristig Vermögen aufzubauen.

Geldautomat

Ein Geldautomat ist ein Gerät, an dem Bankkunden unter anderem Bargeld abheben oder teilweise auch einzahlen können.

Geldfluss

Der Geldfluss beschreibt die Zu- und Abgänge liquider Mittel innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation.

Geldvermögen

Das Geldvermögen umfasst die Zahlungsmittel und Forderungen eines Unternehmens abzüglich seiner Geldschulden.

Geldwert

Der Geldwert beschreibt die Kaufkraft einer Währung. Er verändert sich unter anderem durch Inflation und Deflation.

Geldwäsche

Geldwäsche bezeichnet das Verschleiern der Herkunft von Vermögenswerten, die aus illegalen Aktivitäten stammen. Unternehmen müssen je nach Branche bestimmte gesetzliche Pflichten zur Geldwäscheprävention beachten.

Geldwäschegesetz

Das Geldwäschegesetz, kurz GwG, enthält Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Es verpflichtet bestimmte Unternehmen unter anderem zur Identifizierung von Kunden und zur Meldung verdächtiger Sachverhalte.

Gemeinkosten

Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt einem einzelnen Produkt, Auftrag oder Projekt zugeordnet werden können. Beispiele sind Miete, Verwaltungskosten und allgemeine Energiekosten.

Gemeinkostenzuschlag

Der Gemeinkostenzuschlag ist ein prozentualer Aufschlag, mit dem Gemeinkosten auf bestimmte Kostenträger verteilt werden.

Gemeinkostenrechnung

Die Gemeinkostenrechnung befasst sich mit der Erfassung, Verteilung und Kontrolle von Kosten, die mehreren Produkten oder Leistungen gemeinsam zugeordnet werden müssen.

Generalversammlung

Die Generalversammlung ist die Versammlung der Anteilseigner einer Gesellschaft. Sie entscheidet über bestimmte Angelegenheiten, beispielsweise die Gewinnverwendung oder die Wahl von Organen.

Genossenschaft

Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss mehrerer Personen oder Unternehmen zur Förderung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen. Die Mitglieder sind in der Regel zugleich Träger der Genossenschaft.

Genossenschaftsanteil

Ein Genossenschaftsanteil ist die Beteiligung eines Mitglieds am Geschäftsguthaben einer Genossenschaft.

Geschäftsanteil

Ein Geschäftsanteil bezeichnet die Beteiligung eines Gesellschafters am Stammkapital einer Gesellschaft, beispielsweise an einer GmbH.

Geschäftsbericht

Ein Geschäftsbericht informiert über die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens. Er enthält häufig den Jahresabschluss, den Lagebericht und weitere Informationen zur Geschäftstätigkeit.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung leitet ein Unternehmen und trifft wesentliche Entscheidungen zur Organisation, Strategie und wirtschaftlichen Entwicklung.

Geschäftsführergehalt

Das Geschäftsführergehalt ist die Vergütung, die eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer für die Leitung eines Unternehmens erhält.

Geschäftsführervertrag

Ein Geschäftsführervertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen einer Gesellschaft und ihrer Geschäftsführung. Dazu gehören unter anderem Aufgaben, Vergütung und Vertretungsbefugnisse.

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist der Zeitraum, für den ein Unternehmen seine wirtschaftlichen Vorgänge erfasst und einen Jahresabschluss erstellt. Es umfasst häufig zwölf Monate.

Geschäftsmodell

Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie ein Unternehmen Leistungen erstellt, Kunden erreicht und Einnahmen erzielt.

Geschäftsprozess

Ein Geschäftsprozess ist eine zusammenhängende Abfolge von Tätigkeiten, die zur Erreichung eines betrieblichen Ziels durchgeführt werden.

Geschäftsrisiko

Ein Geschäftsrisiko ist die Gefahr, dass die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens von den Erwartungen abweicht und dadurch Verluste entstehen.

Geschäftsverkehr

Geschäftsverkehr umfasst die geschäftlichen Beziehungen und Vorgänge zwischen Unternehmen, Kunden, Lieferanten, Behörden und weiteren Geschäftspartnern.

Gesamtleistung

Die Gesamtleistung beschreibt die Summe der betrieblichen Leistungen eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums. In der Erfolgsrechnung können dabei auch Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen berücksichtigt werden.

Gesamtkapital

Das Gesamtkapital ist die Summe aus Eigenkapital und Fremdkapital. Es entspricht auf der Passivseite der Bilanz der Bilanzsumme.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten setzen sich aus den fixen und variablen Kosten eines Unternehmens oder einer Leistung zusammen.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz umfasst alle Umsatzerlöse eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Gesellschafter

Ein Gesellschafter ist eine Person oder ein Unternehmen, das an einer Gesellschaft beteiligt ist und daraus bestimmte Rechte und Pflichten hat.

Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung ist das Entscheidungsorgan der Gesellschafter einer Gesellschaft. Sie entscheidet beispielsweise über Jahresabschluss, Gewinnverwendung und Geschäftsführung.

Gesellschaftsvertrag

Ein Gesellschaftsvertrag regelt die Gründung und Zusammenarbeit der Gesellschafter. Er enthält unter anderem Angaben zu Beteiligungen, Geschäftsführung, Gewinnverteilung und Beschlussfassung.

Gewährleistung

Gewährleistung bezeichnet die gesetzliche Haftung eines Verkäufers für Mängel, die bei der Übergabe einer Ware oder Leistung bereits vorhanden waren.

Gewährleistungsfrist

Die Gewährleistungsfrist ist der Zeitraum, innerhalb dessen Käufer gesetzliche Ansprüche wegen eines Mangels geltend machen können.

Gewinn

Gewinn entsteht, wenn die Erträge eines Unternehmens höher sind als seine Aufwendungen. Er ist eine wichtige Kennzahl für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, stellt die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens gegenüber. Sie zeigt, ob im Geschäftsjahr ein Gewinn oder Verlust erzielt wurde.

Gewinnabführung

Eine Gewinnabführung ist die vertraglich oder gesetzlich geregelte Weiterleitung eines Gewinns an ein anderes Unternehmen oder einen anderen Rechtsträger.

Gewinnbeteiligung

Eine Gewinnbeteiligung ist die Beteiligung von Mitarbeitenden, Gesellschaftern oder anderen Berechtigten am erzielten Gewinn eines Unternehmens.

Gewinnermittlung

Die Gewinnermittlung bezeichnet die Berechnung des steuerlichen oder handelsrechtlichen Ergebnisses eines Unternehmens.

Gewinnmarge

Die Gewinnmarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes als Gewinn verbleibt. Sie wird häufig als Verhältnis von Gewinn zu Umsatz berechnet.

Gewinnrücklage

Eine Gewinnrücklage ist ein Teil des erwirtschafteten Gewinns, der im Unternehmen verbleibt und nicht ausgeschüttet wird.

Gewinnschwelle

Die Gewinnschwelle ist der Umsatz- oder Absatzpunkt, ab dem ein Unternehmen Gewinn erzielt. Sie entspricht häufig dem Break-even-Point.

Gewinnvortrag

Ein Gewinnvortrag ist ein Gewinnbetrag aus einem früheren Geschäftsjahr, der noch nicht verwendet oder ausgeschüttet wurde.

Girokonto

Ein Girokonto dient der Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs. Es wird für Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Zahlungseingänge genutzt.

Gleitzeit

Gleitzeit ist ein Arbeitszeitmodell, bei dem Beschäftigte innerhalb bestimmter Grenzen Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit flexibel gestalten können.

Globalisierung

Globalisierung bezeichnet die zunehmende internationale Verflechtung von Wirtschaft, Handel, Produktion, Kapital und Dienstleistungen.

GmbH

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH, ist eine Kapitalgesellschaft. Die Haftung der Gesellschafter ist grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.

GmbH-Geschäftsführer

Ein GmbH-Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft nach außen und leitet ihre Geschäfte. Seine Rechte und Pflichten ergeben sich unter anderem aus Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsführervertrag.

Going Concern

Going Concern bezeichnet die Annahme, dass ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit auf absehbare Zeit fortführen wird. Diese Annahme ist insbesondere für die Bilanzierung von Bedeutung.

Goldene Bilanzregel

Die Goldene Bilanzregel besagt, dass langfristig gebundenes Vermögen möglichst durch langfristig verfügbares Kapital finanziert werden sollte.

Goodwill

Goodwill bezeichnet den Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenskauf über den Wert der einzeln bewertbaren Vermögensgegenstände und Schulden hinaus entsteht.

Gutschrift

Eine Gutschrift ist eine kaufmännische Abrechnung, mit der ein Betrag zugunsten eines Kunden oder Geschäftspartners gutgeschrieben wird. Sie kann beispielsweise bei Retouren, Preisnachlässen oder Korrekturen verwendet werden.

Gutschriftverfahren

Beim Gutschriftverfahren erstellt nicht der Leistungserbringer, sondern der Leistungsempfänger die Abrechnung über eine erbrachte Lieferung oder Leistung.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer auf den Gewerbeertrag eines Unternehmens. Die Höhe hängt unter anderem vom Gewerbesteuermessbetrag und dem örtlichen Hebesatz ab.

Gewerbebetrieb

Ein Gewerbebetrieb ist eine selbstständige, nachhaltige und auf Gewinnerzielung gerichtete Tätigkeit, die am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt.

Gewerbeanmeldung

Eine Gewerbeanmeldung ist die Anzeige einer gewerblichen Tätigkeit bei der zuständigen Behörde. Sie ist grundsätzlich vor Aufnahme des Gewerbes erforderlich.

Gewerbeertrag

Der Gewerbeertrag ist die steuerliche Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer. Er wird aus dem Gewinn eines Gewerbebetriebs unter Berücksichtigung bestimmter Hinzurechnungen und Kürzungen ermittelt.

Gewerbesteuererklärung

Die Gewerbesteuererklärung enthält die Angaben, die für die Festsetzung der Gewerbesteuer benötigt werden.

Geld-Brief-Spanne

Die Geld-Brief-Spanne bezeichnet den Unterschied zwischen dem Preis, zu dem ein Finanzinstrument gekauft, und dem Preis, zu dem es verkauft werden kann.

Gegenkonto

Das Gegenkonto ist das Konto, das bei einer Buchung der jeweils anderen Buchungsseite zugeordnet wird. Es bildet den zweiten Teil eines Buchungssatzes.

Geschäftsanteilsübertragung

Eine Geschäftsanteilsübertragung ist die Übertragung eines Gesellschaftsanteils auf eine andere Person oder ein anderes Unternehmen.

Gesetzliche Rücklage

Eine gesetzliche Rücklage ist eine Rücklage, deren Bildung durch gesetzliche Vorschriften vorgeschrieben wird.